Mit einer Demenz verändert sich der Alltag für alle Beteiligten. Dabei sind die Auffälligkeiten zuerst klein, sie fallen nicht ins Gewicht und werden erst mit der Zeit drängender, verwirrender und anstrengender für alle Beteiligten. Oft kommt es zu Überlastung und Wut, Ruhe- und Schlaflosigkeit.
Der Sozialpsychologe Tom Kitwood hat bereits in den 1990er Jahren in diesem Zusammenhang den Personzentrierten Ansatz bei Demenz entwickelt, der im Laufe der Jahre immer größere Bedeutung erhielt. Dieser Ansatz stellt die Person (mit Demenz) mit ihrem Erleben in den Mittelpunkt und gestaltet das Miteinander mit Respekt und Vertrauen, immer ausgehend von der wichtigen Frage in der Beziehungsgestaltung: Wie können wir respektvoll und anerkennend miteinander umgehen?
Neben der Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse des Ansatzes soll diese Veranstaltung viel Raum für Diskussionen, Fragen und eigene Erlebnisse der Teilnehmenden bieten. Es soll um eine gemeinsame Suche nach guten Ansätzen für den jeweiligen Alltag gehen auf der Basis von Respekt und Anerkennung und im Wissen, dass bei Demenz keine Standardlösungen greifen.
Die Kursleiterin ist promovierte Pflegewissenschaftlerin und hat sich viele Jahre mit dem Personzentrierten Ansatz bei Demenz beschäftigt. Dabei stand neben der wissenschaftlichen Arbeit immer auch der konkrete Alltag von Menschen mit Demenz und ihrem Umfeld im Fokus.
Eine Kooperation der Fachbereiche Gesundheit und Familienbildung Wuppertal. Die Veranstaltung ist entgeltfrei.