Dr. med. Wolfgang Knüll spricht an diesem Abend nicht über den Tod, sondern über das Lebendige, welches eben nicht stirbt.
In seinem neuen Buch, dass im Herbst 2026 erscheint, geht es wie in seinem Vortrag bis an die Grenzen des Erkennbaren.
Der Titel des Vortrags ist Programm: Bewusstsein – über den Tod hinaus. Warum wir unsterblich sind. Wie man sieht, geht es nicht um den Tod, sondern um das Leben und genauer um das Lebendige, das in der Tat unsterblich ist. Dafür wird konsequent die Geschichte des Bewusstseins der Nahtoderfahrungen bis zu ihrem vorläufigen Ende erzählt und die Perspektive der Nahtoderfahrenden eingenommen. Der Ausgangspunkt ist dabei ist wieder der gleiche. Es geht um das tiefere Verständnis eines über alle Maßen erweiterten Bewusstseins, das bei Herzstillstand und Bewusstlosigkeit in einer sogenannten Nahtoderfahrung auftritt. Das kann nachweislich keine Leistung des Gehirns sein, und es gibt keinen vernünftigen Grund daran zu zweifeln. Wenn man das akzeptiert hat, kann es weitergehen mit dem Begriff der Nahtoderfahrung, der schlicht falsch ist.
Kein von einem Herzstillstand Betroffener erlebt eine Nahtoderfahrung nach Ausfall des Gehirns, denn er ist de facto schon tot. Der klinische Tod ist ein Zeitbegriff der Medizin. Er bedeutet lediglich, dass der Körper noch zurückgerufen werden kann, falls Herz und Organismus sich dazu bereitfinden. Manchmal gelingt es, aber Reanimierbarkeit bedeutet nicht, dass zu diesem Zeitpunkt noch Leben vorhanden wäre. Ein Mensch in diesem Zustand lebt in dem Sinne nicht mehr. Bemerkenswerterweise sind es gerade die Betroffenen selbst, die mit Nachdruck sagen: „Ich war tot.“
Zweitens gibt Nahtoderfahrungen, die ohne Herzstillstand auftreten, während tiefer Meditation, bei schwerer Depression, im Augenblick eines Sturzes oder unmittelbar vor einem Unfall. Diese Ereignisse haben mit Tod oder Nahtod nichts zu tun. Ihnen ist lediglich gemeinsam, dass sie an der Grenze des gewohnten Bewusstseins stattfinden. Das ist oft nicht mal Todesangst. Es braucht meines Erachtens einen Perspektivwechsel, weg von der medizinischen Außensicht hin zur Sicht der Erfahrenden selbst. Es gibt eine präzisere Bezeichnung, nämlich: fundamentale spirituelle Erfahrung (FSE) oder Fundamental Spiritual Experience (FSE). Diese Bezeichnung trifft den Kern und ist auf Ereignisse sowohl im Tod als auch im Leben anwendbar. „Fundamental“ betont die Tiefe und Außerordentlichkeit des Erlebnisses, „spirituell“ die geistige Dimension, die über jedes normalpsychologische Erleben weit hinausreicht. Darüber wird gesprochen und über eine Erklärung mithilfe der Quantenphysik, die unter Berücksichtigung der spirituellen Erfahrungen zu Schluss kommt, dass wir wirklich unsterblich sind.
Dr. med. Wolfgang Knüll, Facharzt für Allgemeinmedizin, war bis 2010 in einer eigenen Praxis in Köln tätig. Seit einem Erlebnis als Arzt auf einer Intensivstation vor 45 Jahren beschäftigt er sich wissenschaftlich mit der Thematik von Bewusstsein bei Nahtoderfahrungen. Seit 2016 hält er Vorträge zu dem Thema und ist in regelmäßigem Austausch mit dem international bekannten holländischen Nahtodforscher und Kardiologen Pim van Lommel.
Das aktuelle Buch „Nahtoderfahrungen – Blick in eine andere Welt – aktuelle Antworten der Wissenschaft“ ist hier erhältlich.
Im Herbst erscheint das neue Buch zum Vortragsabend.
Karten:
https://www.puetz-roth.de/veranstaltung/bewusstsein-ueber-den-tod-hinaus-nahtoderfahrungen/