Die mexikanische Provinzstadt Chéran auf der Hochebene Michoacáns im Südwesten Mexikos wurde lange Jahre von einer kriminellen Gruppierung beherrscht, die Teil der mexikanischen Drogenmafia war. Doch die meist indigenen Einwohner*innen von Chéran haben sich aus der Unterdrückung befreit und die Drogenmafia sowie korrupte Politiker*innen vertrieben. Es ist eine Geschichte von Mut, Wehrhaftigkeit und einem neuen Modell solidarischer, politischer Selbstorganisierung. Der Journalist Moritz Osswald war lange Jahre Korrespondent in Mexiko und berichtet von seinen Reisen nach Chéran. In der Politischen Runde erklärt er aber auch, wie Kriminalität, Korruption und transnationale Warenströme zusammenhängen – und welche Parallelen zwischen Avocados und Drogenhandel in Mexiko und den USA existieren.