Führung mit anschließendem Workshop mit Kölschgenuss im Atelier. Anmeldung erforderlich.
Anmeldung über den jeweiligen Termin im Kalender erforderlich.
Do 22.10.2026 | 28.1.2027 | 18.3.2027 jeweils 18.00–20.00 Uhr | 20 € (erm. 12 €) inkl. Eintritt
Die Ausstellung Paper Minds widmet sich den vielfältigen Erscheinungsformen konkreter Kunst im Medium Papier. Die konkrete Kunst entwickelte sich seit den 1930er-Jahren als eine Kunstrichtung, die sich bewusst von Naturabbildung und subjektivem Ausdruck absetzt. Ausgangspunkt ist eine autonome Bildsprache, in der Linie, Fläche, Farbe und Rhythmus als eigenständige Gestaltungsmittel wirken. Häufig basieren die Arbeiten auf mathematischen Prinzipien, seriellen Ordnungen und klaren Systemen, die eine präzise und nachvollziehbare Bildstruktur erzeugen. Gerade in dieser Klarheit liegt zugleich ein besonderes Potenzial zur unmittelbaren Erschließung: Wer das zugrunde liegende Prinzip erkennt, kann die Werke eigenständig lesen und nachvollziehen.
Im Medium Papier finden diese Ansätze eine besondere Zuspitzung. Papier fungiert nicht nur als Träger, sondern als eigenständiges Material mit spezifischen Eigenschaften: Es wird gefaltet, geschnitten, geschichtet, gerastert oder perforiert und entfaltet so ein vielschichtiges Spannungsfeld zwischen Fläche und Raum. Gerade die Reduktion auf ein vermeintlich einfaches Material eröffnet neue Möglichkeiten der Differenzierung, Präzision und experimentellen Erprobung.
Die Ausstellung umfasst zahlreiche Werke aus der Sammlung „Kunst aus Papier“, die durch ausgewählte Leihgaben ergänzt werden. Sie versammelt Arbeiten, die die Bandbreite konkreter künstlerischer Strategien im Umgang mit Papier sichtbar machen – von streng systematischen Kompositionen bis hin zu subtilen Variationen serieller Prozesse. Paper Minds zeigt, wie sich aus der Verbindung von Material und formaler Logik eigenständige Bildsysteme entwickeln, in denen Wahrnehmung, Struktur und Rhythmus in ein präzises Gleichgewicht treten.
Kuratorinnen: Dr. Ina Dinter, Wibke Müller