»Ich stehe in einem Kräutergarten, einem Wald aus blauen Blumen, auf einer taunassen Wiese, in einem Garten voller Beerenbüsche, Gewächse wachsen in den Himmel. Alle könnten töten. Aber ich brauche kein Gift. Nur Mut.« Durch den Ort fließt ein Fluss. Auf seinem Grund liegen sie, die löchrigen Schuhe, Patronenhülsen, ein Fahrrad. In seinem Strom: anvertraute Geheimnisse, geweinte Tränen und verlorene Lieben. Wie der Fluss, trägt auch die »Staubfrau« verborgene Geschichten und Unausgesprochenes mit sich. Sie ist die Großmutter, deren beste Freundin Opfer eines Femizids wurde. Sie ist die Mutter, die Demütigungen in ihrer Beziehung still erträgt. Und sie ist die Tochter, die immer wieder der Gewalt ihres Partners ausgesetzt ist. Sie weiß, dass sich etwas ändern muss und dass es so nicht weitergehen kann, dass es Zeit ist, dass der Strom des Flusses über die Ufer tritt … Entstanden als Auftragsarbeit für das Schauspielhaus Zürich und ausgezeichnet mit dem Mülheimer Dramatikpreis 2025, hat Maria Milisavljevi? mit ›Staubfrau‹ einen poetischen und vielstimmigen Text über Femizide, strukturelle Gewalt an Frauen und weibliche Solidarität geschrieben.
Besetzung
Mona Sabaschus (Inszenierung)
Susanne Wilk (Bühne & Kostüme)