EMILIE MAYER ›Faust‹-Ouvertüre op. 46
BÉLA BARTÓK
Tanzsuite in sechs Sätzen Sz 77
JOHANNES BRAHMS
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
Mit Emilie Mayer beginnt die Spielzeit – und setzt damit gleich ein Zeichen. Denn die neue Saison bietet zu Unrecht vergessenen oder ins Abseits gedrängten Komponistinnen gleich mehrfach eine Bühne. Von den Zeitgenossen wurde Emilie Mayer als »weiblicher Beethoven« gefeiert, ihre Sinfonien wurden in ganz Europa gespielt. Doch nach ihrem Tod wurde es still um eine der berühmtestes Tonschöpferinnen des 19. Jahrhunderts, die sich selbst voller Stolz als »Berufskomponistin« bezeichnete. Mit der ›Faust‹-Ouvertüre steht ihr wohl populärstes Werk am Anfang des Programms. Ganz ähnlich wie die furiose Tanzsuite von Béla Bartók zu den meistgespielten Stücken des Komponisten gehört. Die darin verarbeiteten Einflüsse der ungarischen, rumänischen und slowakischen Volksmusik finden im 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms mit seinem ungarisch angehauchten Finale einen passenden Widerklang. Nach dem Fiasko mit dem 1. Klavierkonzert, gelang auch Brahms mit diesem monumentalen »Seelenmonolog« ein großer Publikumserfolg.
Konzerteinführung mit Prof. Dr. Lutz-Werner Hesse So. 10:30 Uhr und Mo. 18:45 Uhr
Fabian Müller ist
›Solist in der Schule‹